Wetterbericht: West 5-6, Südwest drehend, Schauerböen. Später schwach umlaufend (für mehrere Tage). Nach stärkendem Frühstück laufen wir bei schönstem Wetter nachmittags aus Læsø aus.

Backstagsbriese, 5Bft, wir rauschen gen Skagens Reef. Mit 7-8 Knoten Geschwindigkeit lässt die Aurora ihr Potenzial durchblitzen.
An der berüchtigten Untiefe verändert sich langsam die Situation. Der Wind schralt (kommt spitzer von vorne), anders als erhofft, und mit der Kursänderung gen Risör/Norwegen ergibt sich ein sportlicher Amwindkurs.




Unser neuer Windanzeiger kündet von 28Knoten wahrem Mittelwind und Spitzen von über 32Knoten. Das ist schon allerhand und bevor wir in die Nacht streben verkleinern wir die Segel.
Mit 2-fach gerefftem Großsegel, Fock und Klüver laufen wir immer noch 5-7Knoten, 60 Grad am Wind. Allerdings werden wir sehr nass. Viel grünes Wasser an Deck, die Freiwache muss mit geschlossenen Luken klarkommen. Wenn uns eine brechende See trifft, stehen wir bis zu den Waden im Wasser aber Aurora fährt stabil weiter ohne sich zu schütteln oder ernsthaft langsamer zu werden. Toll. Unter diesen Bedingungen haben wir Sie selten gesegelt, erst recht nicht nach dem Umbau des Kieles und der Steuerung. Alles funktioniert perfekt.



Nicht perfekt ist bis jetzt das Verstaumanagement. Zu viele Sachen sind nicht gut genug gesichert und fliegen durch die Messe. Christian sieht sich in seiner Koje einem Regen aus Tellern und großen Messern ausgesetzt.

Nachdem alles seinen energieärmsten Zustand auf dem Leeboden der Kajüten erreicht hat, verliert der Wind, mit aufgehender Sonne seine Spitzen und wir schütteln die Reffs aus dem Groß.
Bei endlich raumender (weiter von hinten kommender) Brise wird es ein herrlicher Segeltag.
Nachmittags erreichen wir Risör, die weiße Stadt am Skagerak.




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