Das St.Hans-Feuer auf der Promeniermeile war ziemlich heiß, der folgende Umtrunk bei Jespers Freunden relativ kurz. Also Freitag 24.6., 8:00 Uhr Leinen los und noch im Hafen die Segel hoch.
Der Wetterbericht macht Hoffnung auf eine gute Passage nach Schottland. Ost 4-5, Süd drehend. Um 10:00 Uhr verlassen wir den äußeren Schärengürtel, vor uns die See. Die Nordsee.





Der Wind hat auf Ost gedreht und ordentlich zugenommen. Mit konstanten 7-8 Knoten stürmt Aurora voran. Das Kielwasser schäumt und wir gewöhnen uns an das Wachsystem. Gewöhnungsbedürftig ist der Intervall Schlafrhythmus und, dass man die Hälfte der Crew nur zu den Mahlzeiten sieht. Gegen Abend dreht der Wind auf Süd und nimmt mächtig ab. Die kurze Nacht ist ruhig bis auf die ins Leere schlagenden Segel. Zum Glück kommt der Wind mit der Morgendämmerung gegen 3:00 Uhr wieder und pustet uns den ganzen Tag gen Westen. Das gleiche Spiel am nächsten Abend, 3 Stunden Flaute, dann Süd 4-5.
Der neue Tag empfängt uns mit Sonnenschein und skurril Grün/Blau strahlendem Wasser.




Eine steife Briese ermöglicht eine flotte Reise und gegen 19:00 taucht Schottland aus dem Dies auf. Das Grün des Wassers hat sich in ein Stahl-Grau verändert und der Wind nimmt immer weiter zu. 30 Knoten am Anzeiger bedeuten satte 7 Windstärken. Die Wellen werden beachtlich höher und die angekündigten 2,5 Meter schnell übertroffen. Wir fahren noch Vollzeug (alle Segel oben) und mit schiebenden Wellen erreichen wir Geschwindigkeiten jenseits der 10 Knoten.





Die brausenden, brechenden Wasserberge sind durchaus respektseinflößend und wir alle nicht traurig als sich in der Landabdeckung die See beruhigt. Der Wind bleibt und wir rasen in die nächste Nacht. Morgens erreichen wir Inverness. Nach Navigations- und Manöverglanzleistungen legen wir in der Marina an.
War eine tolle Überfahrt!!!


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