Auch in A Coruna die gleiche Farce beim Einchecken. Warum?
Und auch hier helle Panik vor den Killerwalen. Beispielhaft die Pläne von 2 Skippern: Ein 70 Fuß Katamaran aus Lettland, ca. 10 Meter hoch, will sie mit Chemikalien begießen und nur bei Flaute motoren, um sie besser entdecken zu können.
Eine 56 Fuß Yacht hat sich mit Böllern eingedeckt, um die Wale in die Luft zu sprengen.
Jede offizielle Einlassung empfiehlt, die Tiere nicht zusätzlich zu reizen.
Egal. Auch das wieder kein Wind weht, wir wollen sowieso die Stadt anschauen. Das machen wir auch. Ausgiebig. Sehr schön.


Am nächsten Tag, einem Samstag, soll Wind wehen. Es geschehen noch Wunder. Muss wohl mit dem heiligen englischen Camino zusammenhängen der hier anfängt. Da müssen die Limies (das ist nicht despektierlich, sondern zurückzuführen auf die Segelschiffzeiten als auf englischen Schiffen Zitronensaft gegen Skorbut konsumiert wurde) auch nicht mehr so weit nach Santiago de Compostela laufen).
Vor dem Morgengrauen werden die Leinen losgeworfen. Zum Sonnenaufgang setzen wir Segel und ab geht die wilde Fahrt. Bis zu 6 Windstärken schieben die Aurora flott voran. Wie haben wir das vermisst. Um 17:45 erfolgt die Rundung des berühmt berüchtigten Cap Finisterre. Der Cap-Rum brennt in der Kehle.
Mit dem schwindenden Tageslicht verschwindet auch der Anker in der Bucht vor Punta Seiseide/Muros. 83 Seemeilen gesegelt. Toll.














Der Morgen strahlt genau eine halbe Stunde. Dann kommt der Nebel. Pottendicker Nebel. Wir warten ab, aber keine Besserung. Wie auch, ohne Wind. Also hinein in die Brühe.







4 Stunden später tasten wir uns in den Hafen von Riveira. Natürlich lichtet sich jetzt der Nebel. Ist auch besser zum Spikeball zocken am Strand.





Am Morgen das gleiche Spiel. Kurz sonnig und klar, dann… pottendicker Nebel. Kein Wind. Wir trotzdem los und nach diesmal 5 Stunden Brühestochern, Einlaufen in Vigo.
Im Hafen eitel Sonnenschein und Jespers Mutter Stefanie samt Bonusvater Stefan. Großes Wiedersehenshallo mit ballenweise Seemannsgarn und seligmachenden Getränken.
Ein wahrlich schöner Nachmittag geht über in einen herrlichen Abend mit lauer Luft, lecker spanischem Essen und weiteren Beweisen unseres Seefahrertums.













Morgens erscheinen wir auf dem vorletzten Drücker am Bahnhof und lernen die nächste Lektion. Hier werden die Gleise 5 Minuten vor Abfahrt geschlossen. 1,5 Stunden warten.
Dann Fahrt nach Santiago de Compostela. Seit Jahrhunderten die Zentrale für Massentourismus. Zum Glück ist die Anreise der Massen meist CO2-neutral.
Nicht bei unseren neuen Mitseglern Luna und Theo. Die kommen mit dem Flugzeug. Lukas verlässt uns per Zug.
Und wir fluchtartig die Stadt nach einem grottig schlechten Essen.










Durch pottendicken Nebel tasten wir uns nach Bayona, dem seeseitigsten Badevorort von Vigo. Wir ankern vorm Strand, spielen Spikeball und genießen die Strandbar. Und die Ruhe. Die wird uns für die ganze Nacht geschenkt. Nach kurzem Landgang gehen wir Anker auf und motoren in den windlosen Nebel. Pottendick. Aber egal, wir wollen heute einen der Punkte abhaken, den jede und jeder im Leben gemacht haben sollte:
- Schwimmen von Spanien nach Portugal.
Vor der Grenze springen wir in spanisches Wasser und klettern aus portugiesischen wieder raus. Überwältigend.
Naja, dann motoren wir weiter nach Viana do Castelo. Nebel zieht auf.















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