We get there, when we get there

23. Mai 2023 – 13:33 Uhr – 378.9 nm to go
N 37°40.10′ W 36°34.73′

Mal auf Englisch, mal auf Deutsch war das in den letzten Tagen der Abschluss einer jeden Diskussion. Glück mit dem Wind haben wir auf jeden Fall nicht. Nun hängen wir schon seit 4 Tagen in der Flaute und der Wetterbericht hat sich erst gestern dahingehend entwickelt, dass es bald vorbei ist. Insgesamt sind wir nun schon 3 ganze Tage eigentlich nur getrieben, und zwar mit 1,5-2 Knoten 60 Grad an Horta vorbei. Seit heute Morgen ist etwas mehr Wind, der auch etwas nördlicher kommt und es zulässt, dass wir etwas mehr Höhe laufen. Der Nordeinschlag gibt schon mal eine kleine Kostprobe auf das, was am Donnerstagnachmittag kommen soll. Nordost 5. Der Plan ist deshalb morgen einen weiten Nordschlag zu machen um dann ab dem besagten Zeitpunkt hoffentlich sogar mit einem kleinen Schrick in den Schoten Kurs auf Horta zu nehmen. Wenn wir uns dann bis dahin noch so 30 Meilen erkreuzen und dann einen Tag nur nach Norden fahren, also gar keine Strecke gut machen und dann mit 5-6 Knoten, wenn die Wellen nicht zu hoch sind… naja. We get there, when we get there.

Aber Flautentage können auch sehr schön sein. Wir hatten sehr viel Besuch von großen Delfinschulen, die mit uns entspannt und langsam übers Meer getrieben sind. Außerdem konnte man sogar den Bikini oder die Badehose mal wieder zücken und etwas in der Sonne liegen und lesen. Wer übrigens gerade ein neues Buch braucht: An Bord hoch im Kurs sind zur Zeit „Das deutsche Haus“, eine Geschichte über eine Dolmetcherin bei den ersten Auschwitzprozessen und „Das größere Wunder“. Hier geht es um einen Mann, der den Mount Everest besteigt. Diese Reise ist verwoben mit Geschichten seiner Kindheit und Jugend. Beide sehr zu empfehlen!

Des weiteren sind wir natürlich noch dabei den Thunfisch zu bekämpfen. So gab es schon einmal Sashimi und mehrfach Thunfischtartaré auf Schwarzbrot. Außerdem hatten wir schon dreimal Thunfischsteaks, einmal mit Knoblauch in Öl, einmal als Pfeffersteak und getern mit Knoblauch, Rosmarin und Zitrone. Außerdem wurde schon ein leckeres Thunfischcurry kredenzt. Die Hälfte ist also schon weg. Zum Frühstück wird von Anneke fleißig Brot gebacken, das gute abgepackte Schwarzbrot verzehrt oder, um Joghurt zu sparen, dieser mit Mangosaft gemischt und ins Müsli gekippt. Sehr lecker!

Wie ihr hört geht es uns gut und wir sind alle guter Dinge. Die 400 Meilen wurden heute Nacht geknackt. 380 Meilen sind es jetzt noch.Das heißt, wenn wir heute noch 30 Meilen fahren, morgen nach Norden und dann Donnerstag um 14:35 Uhr wenden und dann…We get there when we get there.

2 Antworten zu „We get there, when we get there”.

  1. Ja, Flaute kann mehr an den Nerven zerren, als Starkwind. Aber weniger, als 5 Tage Nebel und Flaute. Okay, keine weiteren dummen Sprüche… 😵‍💫. You‘re on the way!!!

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  2. Avatar von Astrid Neumann
    Astrid Neumann

    Gut Wind!!!!!!Liebe Grüße an euch Alle!
    Und danke für die schöne Einladung.
    Wir versuchen aktuell mal was zu buchen. Gar nicht so einfach 😅

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